Vogel – Dinner for all: Problemlose Brutzeit für die gefiederten Nachfahren der Dinos

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Foto: Welzhofer. – Damit es den Elternvögel im Frühjahr und Sommer gelingt, mehr Bruten und Küken erfolgreich durchzubringen, ist das Anbieten von Futter sinnvoll.

Vogel / Wildtier – Wer das Glück hat, einen Garten zu besitzen, kann in diesen Wochen die Natur auf ganz besondere Weise erleben. Blau- und Kohlmeisen beziehen ihre Nistkästen, Zaunkönige weben ihre Nestkugeln versteckt im Unterholz, und Amseln weisen mit Lehm im Schnabel darauf hin, dass auch ihr Nestbau nun fast legefertig ist.

Zwar kann man nun auch schon bald beobachten, wie die Altvögel emsig von Sonnenaufgang bis -untergang versuchen, genügend Nahrung für ihre Nachkommen herbeizuschaffen, Brut und Jungvogelaufzucht finden jedoch weitgehend im Verborgenen statt. Was genau in den Nestern der heimischen Vogelwelt passiert, kennt man eher aus den Tierdokumentationen im Fernsehen.

Heute gibt es allerdings noch andere Möglichkeiten, einen Blick ins Verborgene zu werfen: Immer mehr begeisterte Hobby-Ornithologen installieren rechtzeitig vor Beginn der Brutzeit Minikameras in den Nistkästen. „Es ist zauberhaft, auf einem Bildschirm das Brutgeschehen von Nestbau bis Flüggewerden mit zu verfolgen“, weiß Christine Welzhofer, Fachfrau für Wildvogelfütterung aus dem bayerischen Gessertshausen. Eine solche Installation ermöglicht zwar Einblicke, wie sie früher technisch gar nicht für jedermann möglich waren, die Entwicklung der Küken innerhalb der Eierschale bleibt jedoch für das menschliche Auge unsichtbar.

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Foto: Welzhofer. – Es gibt viele Möglichkeiten, Gärten durch vogelfreundliche Bepflanzungen und Gestaltungen in Brut- und Lebensraum für die gefiederten Freunde zu verwandeln.

Ein Geheimnis der gefiederten Tiere konnte jedoch unlängst von Wissenschaftlern gelüftet werden: „Untersuchungen an Vogelembryonen haben Erstaunliches zutage gebracht“, so Welzhofer. „In einem bestimmten Stadium ihrer Entwicklung hat man bei Küken am Ende der entstehenden Wirbelsäule lange Schwanzfortsätze entdeckt und in den sich bildenden Schnäbeln deutliche Zahnreihen. Wenngleich sich beides bis zum Schlüpfen zurückbildet, so belegt es doch eindrucksvoll, dass unsere Gartenvögel definitiv nichts anderes als Nachfahren der Dinosaurier sind.“

Wendet man den Blick von der Evolutionsgeschichte zurück auf die Gegenwart, so werden diese Wunder des Lebens derzeit allerdings handfest bedroht. Ausgerechnet Nahrungsmangel gefährdet die heimische Vogelwelt. Der Grund dafür: Aufgeräumte Gärten und Agrarlandschaften, in denen bis zu 30 Prozent weniger Insekten leben. Ornithologen raten daher zur Ganzjahresfütterung der Gartenvögel. Vor allem in der Brutzeit sollte man sie mit proteinreichem Aufbaufutter unterstützen.

Christine Welzhofer: „Es gibt viele Möglichkeiten, Gärten durch vogelfreundliche Bepflanzungen und Gestaltungen in Brut- und Lebensraum für die gefiederten Freunde zu verwandeln. Damit es den Elternvögel außerdem jetzt im Frühjahr und Sommer gelingt, mehr Bruten und Küken erfolgreich durchzufüttern: Laden Sie Ihre ‚Dinos‘ doch mal zum Dinner ein!“

Hier finden Sie auch Futter von Welzhofer!

Quelle: Welzhofer

 

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